Volumen:ca. 280l (brutto/inklusive Technikabteil)
Aquarium:140 x 45 x 50 (BHT in cm)
Technikabteil:kein Technikbecken; ein schräg eingeklebtes Technikabteil auf der rechten Seite
Beleuchtung: ATI Sunpower (4x54 Watt T5) + Blaulicht LEDs
Strömung:1 x Resun Wave Maker Waver 15000 (mit Intervallsteuerung); (bis 15.000 l/h)
1 x Tunze nanostream 6025 (2500 l/h)
1 x Aqua Bee UP1000 als Rückförderpumpe aus dem Technikabteil
Filterung:Berliner System
Abschäumer:Aqua Medic Midiflotor (luftbetrieben)

Ich hatte mich bewusst gegen ein Technikbecken unterhalb des Aquariums entschieden. Zum Einen schlaf ich beruhigter, wenn ich weis das kein Wasser außerhalb des Beckens umher gepumpt wird. Zum Anderen steht mein Aquarium auf einer Holzbalkendecke und ich wollte nicht noch zusätzlichen Gewicht in den Unterschrank stellen, so dass das Gewicht pro Auflagefläche erhöht wird.
Nun kommt mir denke ich auch entgegen, dass der Geräuschpegel bei einem richtigen Technikbecken schwieriger in den Griff zu bekommen ist wie ein kleiner Überlauf ins Technikabteil.


Ich hatte viele Beispiele gelesen das Aquarianer das Technikabteil dann hinten in einer Ecke platzieren und so klein wie möglich halten. Die fand ich optisch perfekt und wollte es auch so umsetzen bis ich einige Meinungen las, dass man das Technikabteil eigentlich sehr großzügig halten sollte, um bei den regelmäßigen Wartungsarbeiten sich nicht immer verrenken zu müssen.


Meine Entscheidung war also ein Technikabteil in gesamter Tiefe des Aquariums an der linken Seite. So ist es für mich von links bequem erreichbar und optisch für mich verschmerzbar da links eine Eckwand kommt und man von dort auch nicht das Becken einsehen brauch/kann.
Um jedoch den optischen Makel von vorn so klein wie möglich zuhalten ließ ich die Trennscheibe schräg einkleben, so dass vorne nur ca. 8cm der Front fehlen, ich aber nach hinten genug Platz für die Geräte habe.


Der Überlaufkamm im vorderen Teil des Becken ist ungefähr 12 cm lang. Dies ist wie ich herausfand, viel zu kurz um eine 1000 l/h Pumpe mit Wasser zu versorgen. Das wusste auch wohl schon der Aquariumsbauer und riet mir zu einem Durchlauf tief unterhalb der Wasseroberfläche. Dieser Durchlauf ist wiederum selbst mit Gitter viel zu groß, dass sich kein unterschiedliches Wasserspiegelniveau bilden würde.
Den Wasserpegel im Hauptbecken und Technikabteil regele ich nun über eine kleine Plexiglasscheibe die vor dem unteren Durchlauf sitzt. Damit kann ich nun ziemlich exakt die beiden Pegel einstellen. Praktisch ist vom unteren Durchlauf nur ein winziger Spalt von ca. 1mm Breite übriggeblieben, der aber durch hohen Druck zusätzlich Wasser ins Technikabteil lässt was der Überlaufkamm alleine nicht schafft.
Der Pegel im Hauptbecken ist somit konstant bis auf minimale Schwankungen, wenn sich irgendetwas vor dem Überlaufkamm oder Durchlass setzt.


Durch die hohe Wärmeentwicklung von der Beleuchtung und die ständige Wasserumwälzung in einem Meerwasseraquarium verdunstet regelmäßig sehr viel Wasser. Durch eine Abdeckung des Aquariums, die ich getrennt noch mal beschreiben werde, konnte ich die Verdunstung auf 2-3 Liter am Tag reduzieren.
Es ist ratsam das verdunstete Wasser regelmäßig nachzufüllen. Zum einen um den Salzgehalt des Wassers konstant zu halten, da nur Süßwasser verdunstet. Zum anderen ist das System mit meinem Technikabteil und dem Überlauf so eingestellt ,dass sich das fehlende Wasser nur auf den Pegel im Technikabteil auswirkt und man dort die Pumpe nicht trocken laufen lassen sollte.
Um mir einen Haufen Arbeit bei der Wassernachfüllung abzunehmen, installierte ich eine automatische Wassernachfüllung. Ich möchte nun erst mal auf meine erste Lösung eingehen die sich jedoch als nicht zufällig entpuppte.

Ich war bei der Planung erst sehr von einem mechanischen Schwimmer angetan, da mir solch eine Lösung einfacher und besser erschien. Mir gefiel der mechanische Niveauregler von Aqua Medic, da er sehr kompakt gebaut ist und ich keinen Platzt hatte für die größeren „Blasenschalter“ die es sonst noch im Handel gibt. Ich positionierte also einen Wassertank oberhalb des Beckens und schloss diesen über einen Schlauch an den Niveauregler an.
Im trockenen Zustand funktionierte der Regler recht gut doch nach einer mehrtägigen Laufzeit versagte er auch leider regelmäßig. Ich glaube es lag daran das sich in dem Regler durch die Luftfeuchtigkeit Wasser sammelte und der Schwimmer so immer haften blieb. Ich habe versucht über Monate mit allen möglichen Tricks diesen Regler sicher zu machen ohne Erfolg. Zusätzliche Gewichte halfen nicht und auch Druckerhöhungen half nicht. Ich bekam diesen Regler nicht dazu zuverlässig zu arbeiten. Und eine Nachfüllanlage die immer nur ein paar Tage funktioniert und nicht sicher ist, ist wertlos.


Danach probierte ich mal die recht günstige Schwimmerschaltung von Aqua Light aus und die tut es bis heute bei mir. Mein Tip die Nachfülllösung für sehr kleines Geld. Eine passende Vorratsbox aus dem Baumarkt (ca 8 €) dient bei mir als Wassertank im Unterschrank. Die Minipumpe rein. Oben ins Technikabteil den Schwimmer installiert, der sogar mit Magnethalter kommt. (Der viel teuere von Aqua Medic kam mit Saugnäpfen die sich bei mir alle paar Wochen lösten :-( ) Schlauch verlegen. Netzstecker rein. Fertig.
Da ich der Elektronik trotzdem nicht traue, läuft das alles noch zusätzlich über eine Zeitschaltuhr. Die Nachfüllautomatik ist also nur 2 mal 5 Minuten am Tag mit Strom versorgt. Das ist meine Sicherheit falls der Schwimmerschalter nicht abschaltet.
Es ist mir auch vereinzelt passiert, dass der Schwimmer nicht schaltete. Nun weiß ich das man den halt auch alle paar Wochen mal sauber machen muss, da sich da auch Dreck ansetzt, was dafür führen kann das er klemmt. Aber das ist mit Sicherheit bei allen elektronischen Schimmern so.

Was nun bei mir hängen bleibt ist, dass ich den Wassertank jede Woche wieder auffülle. Durch die Lösung mit der Zeitschaltuhr, ist denke ich auch die Wasserpumpe gegen Überhitzung beim Trockenlaufen gesichert.

Update: Im Riffaquaristikforum gab es gerade ein paar Stimmen bei denen der benannte Schwimmerschalter nicht sehr zuverläßlich war. Kann man wahrscheinlich auch Pech haben, wenn man die falsche Produktion erwischt.


Aus verschiedenen Gründen wollte ich mein Aquarium nicht nach oben offen planen. Als erstes finde ich es optisch schöner, wenn das Aquarium nach oben abgeschlossen ist und kein Lichtkegel nach oben fällt. So ist die Wirkung des Wasserinhaltes größer. Aber auch die zu erwartende Wasserverdunstung machte mir Sorgen da ich las, dass so Einige Probleme mit der Luftfeuchtigkeit in der Wohnung haben. Zu guter Letzt hatte ich schon Fische im Auge die als springfreudig beschrieben wurden.

Das Aquarium was ich kaufte, besaß von der Bauart her schon eine Abdeckung mit einem integrierten T8 Balken. Obwohl diese Beleuchtung für ein Meerwasseraquarium bei weitem nicht ausreichte, war ich optimistisch, dass ich diese Beleuchtung durch eine geeignete auszutauschen könnte.
Die Länge des Aquariums wählte ich mit 1,40m bewusst, damit abzüglich des Technikabteils 54W T5 Lampen (Leuchtmittel ca. 1,15m) perfekt darüber passen.


Um immer bequem an das Aquarium zu kommen entschied ich mich dafür die Beleuchtung nicht in die Abdeckung einzubauen, sondern eine frei bewegliche Hängelampe mit der Abdeckung zu umschließen. Als Lampe wählte ich eine 4 mal 54W ATI Sunpower mit einer Stahlseilaufhängung. Die original Abdeckplatten versah ich mit Aussparungen für den Seilzug und den Lüfter der ATI Lampe. Damit die Lampe noch ein wenig Luft zur Wasseroberfläche und zum Mittelsteg des Aquariums bekommt erhöhte ich die Abdeckplatten um PVC Stücke die nun perfekt auch in die Abdeckungshalterungen des Abdeckkranzes passen.

Um „ins“ Aquarium zu kommen können also die 4 einzelnen Abdeckplatten abgenommen werden und dann kann die Lampe bequem über die Seilzugaufhängung verstellt werden.

Weiterhin bekam das Technikabteil noch ein größeres Loch damit die heiße Luft aus der Lampe die rechts rausgedrückt wird entweichen kann und genug Platz für den Abschäumertopf gegeben ist.

Zuletzt integrierte ich noch einen Futterautomat der außerhalb der Abdeckung befüllbar ist. Die Lösung ist nicht die schönste gebe ich zu, aber sehr praktisch und setzte sich deshalb auch durch ;-)


Da bei einem heißen Sommer wie zu erwarten die Wassertemperatur durch die Abdeckung anstieg rüstete ich noch einen Lüfter, nach der bei Bedarf angeschaltet werden kann. Es hat sich gezeigt das dieser einzelne Lüfter seinen Job ganz gut macht und ich in der Regel sogar die Abdeckung den Sommer über drauf lassen kann. Es gab glaube nur 1 oder 2 Wochen letztes Jahr an denen ich als zusätzliche Kühlung weitere Abdeckplatten entfernt hatte.

Als Baumaterial kann ich für solche Konstruktionen nur Hartschaumplatten empfehlen. Im Baumarkt werden sie als „Hobbyplast“ glaube verkauft. Die farbigen Varianten sind nicht allzu hart und man kann sie sogar mit einem Cuttermesser schneiden.